Pilgerreise 2026
Pilgerwochenende vom 29. bis 31.05.2026
13 Pilgerinnen, teilweise um 4 Uhr schon aus den Betten gehüpft, trafen sich kurz nach 6 Uhr in Bensheim am Bahnhof zum letzten Streckenabschnitt des Jakobspilgerweges durch den Odenwald und das Main-Taubertal.
Ankunft in Niederstätten, mit dem Tagesziel von 17 km nach Creglingen.
Es ging durch Wald und Flur, Steigungen bis zu 340 Höhenmetern mussten bei sehr warmen Temperaturen überwunden werden. In Wermutshausen begegnete uns der erste Engel: Eine Frau, die die Straße fegte, lud uns ein zum Auffüllen unserer leeren Wasserflaschen und Nutzung der Toilette. Schon am Ortsausgang der zweite Engel: ein Mann, der den Rasen mähte, unterbrach bei Sichtung der Pilgergruppe seine Arbeit und stellte uns einen Kasten gekühlte Getränke zur Verfügung. Frisch gestärkt ging es im Schatten der Tagesunterkunft entgegen, auch wenn das Wegzeichen, die Muschel, nicht mehr auffindbar war bis wir in Creglingen unsere kleine Pension erreichten.
Gestärkt durch Dusche und gutes Essen ging ein langer Tag in gemütlicher Runde zu Ende.
Der zweite Tag startete mit dem Ziel: Rothenburg ob der Tauber.
Auf Grund der großen Hitze, war es eine gute Entscheidung den mittleren Teil der längsten Etappe mit dem Bus abzukürzen. Die letzten 9 km führten über Detwang und wurden mit dem Besuch des Heilig Kreuz Altares von Tilmann Riemenschneider gekrönt. Auf einem extremen Schlussspurtanstieg erreichten alle das Ziel: die Jugendherberge in Rothenburg ob der Tauber.
Beim abendlichen Spaziergang entlang der Stadtmauern nutzen einige „Muschelsucher-innen“ noch die Gelegenheit, sich die Stadt aus dem Riesenrad heraus anzusehen. Beim geselligen Abschluss mit erfrischenden Getränken waren die Strapazen des Tages schnell vergessen.
Der Sonntag begann mit dem Besuch eines ev. Gottesdienstes, in dem die Pilgergruppe durch die Pfarrerin begrüßt wurde. Weiter ging es mit einer Stadtführung mit Walburga, einer Handwerkerwitwe, die sehr anschaulich aus ihrem Leben berichtete. Mit Walburga verknüpfen wir unsere Schutzpatronin des Odenwaldes und die neu gegründete Pfarrei „Hl. Walburga Weschnitztal“.
Nach 3 Tagen Gemeinschaft mit Singen und Impulsen ging die letzte Etappe des 2024 begonnenen Pilgerweges – mit Start in Miltenberg und dem Ziel Rothenburg ob der Tauber – zu Ende.
Etwas erschöpft, zufrieden und überaus glücklich ließen alle die Erlebnisse des Wochenendes bei der mehrstündigen Bahnfahrt Revue passieren.
Für 2027 gibt es schon eine Idee, die beim traditionellen Nachtreffen den Pilgerinnen vorgestellt wird.
Text: Chris Berg